Shakespeare hautnah erleben

Die beiden Leistungskurse Englisch der Q1 von Frau Schmitz und Frau Nehls besuchten im Rahmen des Englischunterrichts das Shakespeare Festival in Neuss. Dort erlebten die Schülerinnen und Schüler Romeo und Julia im 1991 errichteten Globe Theatre – einer maßstabsgetreuen Verkleinerung des berühmten Londoner Originals. Das rund 500 Plätze umfassende Theater ist während des jährlichen Festspielsommers regelmäßig bis auf den letzten Platz gefüllt, wenn die zeitlosen Werke Shakespeares auf die Bühne gebracht werden. Die eigens für Schulklassen angebotene Vorstellung bot vielen Schülerinnen und Schülern die erste unmittelbare Begegnung mit Shakespeare und machte die besondere Atmosphäre der Rundbühne des Globe Theatre eindrucksvoll erlebbar.

Im Mittelpunkt des Stücks steht eine Liebe in Zeiten von Hass, Gewalt und tief verwurzelter Feindschaft. Als Romeo und Julia sich Hals über Kopf ineinander verlieben, stehen ihre Chancen schlecht: Sie gehören den verfeindeten Familien der Montagues und Capulets an, deren Konflikt die Stadt Verona überschattet. Gerade für Jugendliche besitzt die Geschichte bis heute eine besondere emotionale Kraft, da sie Themen wie erste Liebe, familiäre Konflikte, gesellschaftlichen Druck und den Wunsch nach Selbstbestimmung eindrucksvoll miteinander verbindet. Die tragische Liebesgeschichte zeigt dabei, wie schwer es ist, alte Feindbilder zu überwinden – und zugleich, wie viel Hoffnung in einer jungen Generation liegen kann, die sich gegen Hass und Gewalt stellt.

Die Bremer Shakespeare Company brachte diese zeitlose Geschichte in einer modernen und energiegeladenen Inszenierung auf die Bühne. Gespielt wurde auf Deutsch, was den Einstieg in Shakespeares Werk besonders zugänglich machte. Gleichzeitig blieben einzelne Elemente des Originals erhalten und weckten bereits Neugier auf die Auszüge aus dem englischen Originaltext, die die Schülerinnen und Schüler im kommenden Schuljahr im Unterricht lesen werden.

Besonders beeindruckend war die moderne Umsetzung mit Rhythmik, Sounddesign und Beatboxing. Der Beatboxer Daniel Mandolini verlieh der Aufführung zusätzliche Dynamik und transportierte die Geschichte aus dem 16. Jahrhundert eindrucksvoll ins Hier und Jetzt. Auch das Gelände rund um das Globe Theatre trug mit seiner besonderen Festivalatmosphäre zu einem gelungenen kulturellen Erlebnis bei.

Ein herzlicher Dank gilt Theaterstarter Düren, die den Besuch finanziell unterstützt und diesen besonderen Ausflug ermöglicht haben.

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