Zwei Jahre dauert im Normalfall ein Kunst-Leistungskurs in der Oberstufe. Diese Zeit verbringen Schüler und Lehrer hauptsächlich im Schulgebäude mit entweder praktischer oder theoretischer Auseinandersetzung mit vielen künstlerischen Themen, seien sie obligatorisch oder nicht. Aber auch in der Kunst findet das „richtige“ Leben auch in der Kunst natürlich außerhalb der Schule statt. So kam dem Kunstlehrer des Leistungskurses in der Q1 der Europaschule Langerwehe, Klaus Dauven, die Gelegenheit zupass, an einer „richtigen“ Ausstellung teilzunehmen: Die Kuratorin der Ausstellung „Schneewittchen oder eine Metamorphose“, Caroline Lauscher, hatte ihn und die Schüler zur Teilnahme im Park der idyllisch gelegenen Burg Gladbach aufgefordert. Dort sitzt nämlich die F. Victor Rolff-Stiftung, die die Veranstaltung initiierte und unterstützte. Ausgehend von der Prämisse, das Märchen nicht zu illustrieren, sondern seine innere Bedeutung künstlerisch frei umzusetzen, machte sich das Team, unterstützt von der Kunstlehrerin Judith Lamers, auf ihren künstlerischen Weg. Nach reiflicher Überlegung stellten die jungen Künstler Silikonformen von lebensgroßen Tonköpfen her, die sie zuerst modelliert hatten, und gossen sie mehrfach mit Beton nach. Gemeinsam wurden die 8 Köpfe dann vor Ort in Draht eingewickelt und in die Bäume des Parks gehängt, so dass diese kokonhafte Kombination, Assoziationen von Verwandlung, Gefangensein in der Identität zuließ. Am 29.06.2019 wurde diese Ausstellung im Park der Burg mit mehreren hundert Besuchern und vielen weiteren Exponaten feierlich eröffnet.