Vom 04.09. – 06.09.2018 fanden im Forschungszentrum Jülich wieder die MINT- Mädchentage der Europaschule Langerwehe statt. Im Rahmen der MINT-Förderung sollen vor allem die Mädchen Einblicke in die Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bekommen, da diese auch heute noch überwiegend von Männern ausgeübt werden. Um Interesse bei den Mädchen für Berufe im MINT-Bereich zu wecken, finden deshalb seit mehreren Jahren MINT-Praxistage im Forschungszentrum Jülich statt. Dort können sich alle Mädchen des 8. Jahrgangs für einen Tag an praktischen Arbeiten in den Berufen Chemielaborantin und Maschinenbauerin erproben.
Im Beruf Chemielaborantin waren die Mädchen bei Frau Henssen in einem Chemielabor und stellten unter Anleitung selbständig eine Handcreme her. Dabei war genaues sauberes Arbeiten und das exakte Abwiegen aller Inhaltsstoffe wichtig. Die Schülerinnen lernten, dass es in diesem Beruf auf Konzentration und Genauigkeit ankommt, denn wenn die Arbeitsanleitung nicht genau befolgt wird, können die chemischen Prozesse nicht stattfinden um am Ende eine Handcreme mit der richtigen Konsistenz in den Händen zu halten.
Auch die Sicherheit wurde großgeschrieben, denn in einem chemischen Labor darf nur mit Schutzkittel und Schutzbrille gearbeitet werden, welche die Schülerinnen auch vor Arbeitsbeginn anziehen mussten.
Dann ging es los. Mit großem Interesse hantierten die Schülerinnen mit Stativen, Pipetten, Bechergläsern, einem Heizrührer einer Präzisionswaage und vielen Chemikalien, um ihre eigene Handcreme herzustellen, die sie am Ende des Tages natürlich mit nach Hause nehmen durften. Die Begeisterung war groß, als am Ende alle Mädchen stolz ihre eigene produzierte Handcreme mit individuellem Duft in den Händen hielten.
Im Beruf Maschinenbauerin waren die Schülerinnen bei Frau Loevenich in einer Werkstatt und stellten unter Anleitung selbständig einen Teelichthalter aus Metall her. Nach einer Sicherheitsanweisung in der Werkstatt konnten sich die Mädchen an ihren Arbeitsplatz mit Sägen, Feilen, Schmirgelpapier, Stanzern, einem Hammer und einem Schraubstock begeben. Dort fanden sie auch aus der Schule vertraute Dinge wie Bleistift und Lineal vor, die für den Beruf der Maschinenbauerin ebenso wichtig sind. Nach Bauanleitung zeichneten, sägten, feilten, schmirgelten und stanzen sie an ihrem Werkstück, damit am Ende ein optisch schöner Teelichthalter herauskam. Auch hier waren die Mädchen mit großem Eifer und Ausdauer bei der Sache und konnten am Ende glücklich ihr fertiges Werkstück präsentieren.
Am Ende des Tages waren sich alle Mädchen einig. Beide Berufe haben eine Menge Spaß gemacht und einige der Teilnehmerinnen können sich jetzt gut vorstellen, einen Beruf im MINT-Bereich zu ergreifen. Zufrieden und mit vielen neuen Erkenntnissen und Eindrücken fuhren wir an diesem Nachmittag wieder zurück nach Langerwehe.