Das hört sich ja toll an – Job Shadowing auf einer der beliebtesten ‚deutschen‘ Urlaubsinseln! War auch so, aber aus anderen Gründen als die, die einem sofort einfallen, nämlich Strand, Palmen, leckeres Essen etc…
Aber zuerst einmal muss erklärt werden, was Job Shadowing eigentlich ist: Eine moderne Methode der Personalentwicklung in der Form eines On-the-job-Trainings, bei der quasi im Schatten einer KollegIn ein Einblick in deren Aufgaben mit all ihren Facetten gewonnen werden kann. Dabei sollen die positiven Aspekte anschließend auf die eigene Arbeit übertragen werden.
Als Schule, die für das europäische Austauschprogramm Erasmus+ akkreditiert ist, kann die Europaschule Langerwehe für diese Art von Hospitation Mittel zur Verfügung stellen. So machten sich Anfang Mai die beiden auslands-erfahrenen LehrerInnen Frau Nehls-Bhayani und Herr Dauven auf den Weg zu der neuen Partnerschule IES Bañaderos im Norden der kanarischen Insel, um ihre KollegInnen zu ‚beschatten‘. Dort wurden sie von den Lehrerinnen, die eine Woche vorher die Europaschule in Langerwehe besucht hatten, freundlich begrüßt und mit einem Stundenplan versehen, der die ganze Woche ausfüllen sollte! Ein straffes Programm führte in ‚normalen‘ Unterricht – hauptsächlich die Fächer der beiden LehrerInnen (Englisch, Französisch und Kunst) – aber auch zu außerunterrichtlichen Aktivitäten wie z.B. die Ingenieurs-AG, die Queer AG, die Schach AG etc.. Besonders eindrucksvoll waren dabei die sehr entspannte Stimmung in der Schule, die von gegenseitigem Respekt geprägt schien, die angegliederte Schule für Köche, die jeden Mittwoch ein aufwändiges Menü zubereiteten, das hohe Engagement der KollegInnen für ihre SchülerInnen und die ständige Bereitschaft, auch als Corona-Maßnahme, Unterricht im Freien abzuhalten – dem guten Wetter sei Dank! Von diesem  profitierten dann die beiden deutschen Lehrer und zwei deutsche SchülerInnen, die unabhängig an einer individuellen Schülermobilität teilnahmen und zwei Wochen an der Schule verbrachten, am letzten Tag der Woche: Gemeinsam mit den Spaniern ging es auf Exkursion zum Roque Nublo, zum höchsten Punkt der Insel, wo sich deren vulkanischer Ursprung leicht erkennen lässt.
Nach einer anstrengenden Schulwoche konnte dann, bevor es Samstag wieder nach Hause ging, dann auch die anderen Vorteile der Insel genossen werden, nämlich Strand, Palmen, leckeres Essen etc…