Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Tod und Sterben“ besuchte am 18. Januar der Religionskurs der 10. Klasse von Frau Hall das Stationäre Hospiz am St. Augustinus Krankenhaus in Düren. Als wir vor der Tür standen, gingen alle mit unterschiedlichen Gefühlen hinein. Viele von uns waren neugierig, manche aber auch ein bisschen unsicher. Als wir mit einem Aufzug auf eine andere Etage gefahren sind, empfing uns auch direkt die Sozialpädagogin Frau Müller. Sie führte uns in einen Gemeinschaftsrau, der häufig für diverse Veranstaltungen, wie zum Beispiel ein gemeinsames Essen genutzt wird. Wir gingen in den Raum und setzten uns in einen Stuhlkreis. Nun hatten wir die Gelegenheit Frau Müller zu interviewen. Wir haben viele Fragen gestellt und erfahren, dass die „Patienten“ als Gäste bezeichnet werden. Außerdem erzählte sie uns, dass die Mitarbeiter versuchen, den Gästen alle ihre Wünsche zu erfüllen. Frau Müller erzählte uns sogar von einem Gast, der  draußen auf dem Balkon schlafen durfte. Damals sagte der Mann nämlich: ,,So bin ich dem Himmel schon ein Stück näher.“
Nach ein paar weiteren Fragen, gingen durch die hell gelben Flure zu einem anderen Raum, den Frau Müller uns zeigen wollte – es war ein „Wellness-Badezimmer“. Nun stand vor uns eine große Badewanne, die sogar für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Frau Müller erzählte uns, dass sich die Mitarbeiter viel Zeit für ihre Gäste nehmen.
Nun machten wir uns auf den Weg zu nächsten Raum. Uns fielen die ganzen selbstgemalten Bilder an den Wänden des Flures auf. Sie waren bunt gestaltet und zeigten Hoffnung. Der nächste Raum den wir uns anschauten war der Raum der Stille der war ebenfalls schön bunt gestaltet war. Frau Müller erklärte uns, dass viele Gäste dort hinkommen um zu beten. Zum Schluss gingen wir noch einmal zum Gemeinschaftsraum, in dem wir am Anfang waren. Die Mitarbeiter hatten eine schöne Pflanze, einen Bonsai Baum, von einem Gast geschenkt bekommen, der schon viele Jahre alt war. Doch nicht nur das fiel uns auf, sondern auch, dass sich unsere Meinung zu Hospizen geändert hatte. Die meisten von uns dachten, es wäre grau und traurig und die Gäste hätten einen strengen Zeitplan. Doch nach unserem Besuch wurde uns das Gegenteil bewiesen.
Bevor wir uns verabschiedeten erzählte Frau Müller uns noch etwas über den Schmetterling. Er ist das Symbol des Hospizes in Düren. Im Flur stand ein kleiner Baum. Daneben stand eine Kerze. Es ist eine Art Ritual, dass, sobald ein Gast stirbt,  man seinen Namen, Geburtsdatum und Todesdatum auf einen Holzschmetterling schreibt, den man dann an den Baum hängt. Bis der Gast vom Bestatter abgeholt wird, brennt die Kerze, die neben dem Baum steht.
Wir bedanken uns sehr bei Frau Müller und dem Hospiz, die uns einen Besuch ermöglicht haben.

Autorin: Lucy Witzel, 10e