Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag, ein Ereignis, das seitdem jedes Jahr feierlich begangen wird. So auch in der Europaschule Langerwehe, wo rund 200 Schülerinnen und Schüler Französisch lernen und somit dem Nachbarland in besonderer Weise verbunden sind.
Zwei Lerngruppen kamen aus diesem Anlass in den Genuss einer besonderen Unterrichtsstunde, immer eine willkommene Abwechslung und erst recht in diesen Zeiten.

Zum einen nahm der Französischkurs der EF von Frau Korsten mit tatkräftiger Unterstützung von vier Schülerinnen aus dem WPI-Kurs des Jahrgangs 10 am Internet-Team-Wettbewerb langue et cultures teil. Die Schülerinnen und Schüler konnten in zehn Bereichen rund um Frankreich, Frankophonie und Europa ihr Wissen vertiefen und überprüfen. Sie hörten authentische Radiosendungen und lasen sich in verschiedene kulturelle, aber auch gesellschaftliche Themen ein. In einem Video über europäische Musiker lernten sie beispielsweise den Rapper Albi X kennen, der Musik auf Französisch, Deutsch und Lingala produziert. Der Wettbewerb bot auch einige sprachliche Herausforderungen, so mussten die Schülerinnen und Schüler lange überlegen, was die Redewendung avoir la banane wohl bedeuten könnte. Sie sahen die Trailer von 100 Kilos d’étoiles, Fourmi oder Le Voyage du prince, die Teil des französischen Jugendfilmfestival Cinéfête 2021 des Institut français waren.
Neben den vielen kulturellen Angeboten, welche die Schülerinnen und Schüler kennenlernten, beschäftigten sie sich auch mit der europäischen Arbeitswelt und den Problemen rund um die Klimaerwärmung. Sie lernten Organisationen kennen, die sich für die deutsch-französische Freundschaft einsetzen und einen Austausch zwischen den Länder fördern.

14 Schülerinnen und Schüler des WPI-Kurses von Frau Nehls im Jahrgang 8 bekamen Besuch von „einer richtigen Französin“, einer Dozentin des Institut Français Aachen, die einen Workshop rund um das Thema „Olympische Spiele 2024 in Paris“ im Gepäck hatte. Zunächst gab es einen Einblick in die Pläne für die Eröffnungsfeier, die tatsächlich ausgesprochen unkonventionell und spektakulär sein wird: Statt eine Feier im Stadion abzuhalten, kommt die Feier in die Stadt. Geplant ist nämlich eine Bootsparade der Athleten auf der Seine, natürlich vorbei an vielen Pariser Wahrzeichen und einer viel größeren Zahl an Zuschauerinnen und Zuschauern als das normalerweise in einem Stadion möglich ist.
Trainieren durften dann auch die Langerweher Schülerinnen und Schüler, und zwar den Wortschatz im Bereich ‚Sport‘. Abschließend präsentierten sie ihre kreativen Vorschläge für neue olympische Disziplinen.
Der Deutsch-Französische Tag bot den Schülerinnen und Schülern im pandemiegeprägten Schulalltag ihr Nachbarland auf vielfältige Weise authentisch kennenzulernen und war für alle Beteiligten eine willkommene Abwechslung und Bereicherung.