Internationale Schulprojekte und die Corona-Pandemie – kann es einen größeren Widerspruch geben? Diese Frage kann die Europaschule, die die Internationalität ja schon im Namen trägt, mit einem klaren „Jein“ beantworten. Natürlich sind wichtige Standbeine des Schullebens wie der Frankreichaustausch, die 10er-Abschlussfahrten und vieles mehr ersatzlos wegen der Restriktionen ausgefallen, aber es gab auch Lichtblicke.
Besonders hart traf es das ursprünglich zweijährige Erasmus+ Projekt CLEAN, das sich, wie der Name schon vermuten lässt, mit Partnerschulen aus Spanien, Italien, England, der Türkei und den Niederlanden, rund um die Umweltthematik drehte. Wegen des ersten Lockdowns wurde das abschließende Treffen in England, auf das sich schon alle gefreut hatten, abgesagt, so dass das Projekt um ein weiteres Jahr verlängert werden musste. Das dann daraus auch wieder nichts wurde, musste man dann bitter zur Kenntnis nehmen. Also was tun? Die Koordinatoren aller Partner einigten sich auf zwei digitale Meetings von Schülern und Lehrern auf der Lernplattform der Europaschule. Am 10. und 11. Mai trafen sich dann für jeweils zwei Stunden ca. 40 Beteiligte, um gemeinsam noch einmal das Projekt Revue passieren zu lassen, neu entstandene Ergebnisse zu begutachten und Erfahrungen im Corona-Jahr auszutauschen. Am zweiten Tag präsentierte jedes Land eine eigens vorbereitete Aktivität: Die Niederländer präsentierten ein Pub-Quiz, die Italiener, die Türken, die Spanier und die Deutschen neu entstandene Videos, die Engländer eine Power-Point-Präsentation über ihren Ort Pontefract. Abschließend gab es dann noch ein von den Spaniern organisiertes Kahoot-Quiz über die Themen der 3 Jahre.
Natürlich konnte das virtuelle Treffen eine echte Begegnung nicht ersetzen und wird diese auch in Zukunft nicht ersetzen können, aber trotzdem trennten sich die Wege – zumindest vorerst – mit einem guten Gefühl der Verbundenheit.