Manchmal ist es sinnvoll, wenn ein erster Austausch zwischen zwei Schulen zunächst lediglich auf Lehrerebene stattfindet. So auch im vorliegenden Falle, wo zwei Kollegen des Lycée Atlantique Luçon, dessen Name schon einen kleinen Hinweis auf seine Lage in der Nähe der Atlantikküste gibt, eine Woche lang zum Job-Shadowing nach Langerwehe kamen. Das Programm der Woche sah – neben dem gängigen Einblick in den Unterricht an der Europaschule und in die Sehenswürdigkeiten der Region – darüber hinaus den Besuch zahlreicher ortsansässiger Firmen vor. Denn Ziel der Kooperation der beiden Schulen soll sein, einigen Schülerinnen und Schülern pro Schuljahr die Möglichkeit zu eröffnen, ein Auslandspraktikum im jeweiligen Partnerland zu absolvieren. Betreut werden die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler jeweils durch die Kollegen vor Ort. So werden nun schon Ende des laufenden Schuljahres zwei französische Schülerinnen für zwei Wochen nach Langerwehe kommen und ein Praktikum beim ortsansässigen Landwirtschaftsbetrieb Grouven auf dem Sophienhof absolvieren. Im Gegenzug besteht für 2-3 SchülerInnen der kommenden Q1 die Möglichkeit, ein zweiwöchiges Praktikum in der Nähe von La Rochelle, im Vendée, Frankreich abzuleisten. Französischkenntnisse sind für die zukünftigen Praktikanten sicherlich von Vorteil, jedoch kein Ausschlusskriterium, sollen die Praktikumsstellen doch vor allen Dingen in der touristischen Infrastruktur von Luçon gesucht werden. Und dort spricht man in der Regel auf Englisch mit den vielen Touristen, die die Region Jahr für Jahr besuchen. Da das Lycée Atlantique über ein Internat verfügt, ist auch für die Unterkunft gesorgt. Finanziert wird der Aufenthalt mit EU-Geldern, über die die Europaschule dank der Akkreditierung als Erasmus+-Schule verfügen kann.