Bis zum Schülertreffen des Erasmus+ – Projektes How sustainable is my school? im März 2019 kannte von uns auch niemand diese Kleinstadt im Südosten von Polen. Untergebracht im Freilichtmuseum Pastewnik, das bei den Polen zwecks Freizeitgestaltung außerordentlich beliebt ist, lernte die Gruppe schnell die schöne Umgebung, die polnische Schule und die Delegationen der anderen vier Nationen kennen. Die sechs Schülerinnen und Schüler aus Langerwehe, die von zwei Lehrerinnen begleitet wurden, trafen in Przeworsk auf Schülerinnen und Schüler aus Frankreich, Italien, Polen und Rumänien. Beim Arbeitstreffen in Przeworsk bekamen sie nicht nur einen tiefen Einblick in die polnische Kultur und das polnische Schulsystem, sondern schlossen auch Freundschaften, die zum Teil bis heute, dank der modernen Technik, gepflegt werden. Die Befürchtungen, dass die Englischkenntnisse der deutschen Projektteilnehmer nicht gut genug sein könnte, waren in wenigen Augenblicken vergessen. Schnell sprach jeder einfach drauflos; unbekannte Worte wurden souverän umschrieben, übersetzt oder mit Hilfe von Gesten dargestellt. In der Mitte der Woche sprach sogar die deutsche Gruppe manchmal Englisch untereinander. Hier können wir auch zukünftigen Teilnehmern an internationalen Projekten die Befürchtungen nehmen.

Die polnischen Gastgeber hatten ein buntes Programm rund um Nachhaltigkeit, Kultur und Freizeit zusammengestellt, das uns durch ganz Südostpolen führte. Das Projektthema Nachhaltigkeit war z. B. eindrucksvoll durch den Besuch in einem Unternehmen, das aus alten Autoreifen zum Beispiel Räder für Mülltonnen herstellt, vertreten. Sehr informativ war auch der Besuch der Krakauer Hauptkläranlage, wo schnell deutlich wurde, wie viel Müll durch eine Großstadt mit ca. einer Million Einwohnern im Wasser landet.
Raum zum Austausch über Nachhaltigkeit bot auch eine eigens für das Erasmus+ – Projekt gehaltene Vorlesung mit anschließender Diskussion an der Universität in Rzeszow.
Kulturell beeindruckend waren neben den schönen Städten Rzeszow und Krosno vor allem der Besuch des Schlosses Łaṅcut und der Abschluss der Woche in der europäischen Kulturhauptstadt Krakau. Das Highlight der Freizeit war sicher der Bowlingabend und die gemeinsamen Abendessen mit allen Nationen.

Zurück zu Przeworsk. Die Gruppe aus Langerwehe hat diese Stadt am Fluss Mleczka im Karpatenvorland in ihr Herz geschlossen. Sicher ist sie im Sommer bei blühender Landschaft noch schöner, als im grauen März. Einig war sich die Gruppe auch darin, das Krakau sicher einen längeren Besuch wert ist.
Die Mischung aus Kultur, Gastfreundschaft und Bildungsangeboten hat diese Fahrt für alle Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht und dem Thema Nachhaltigkeit viel Raum auf internationaler Ebene gegeben.

Eindrücke aus Polen