Die beste Hausarbeit entstand an unserer Schule

Dirk Arentzen entwickelte ein Konzept zum Gemeinsamen Unterricht

Zum elften Mal zeichnete der Deutsche Sportlehrerverband Nordrhein-Westfalens (DSLV) die besten Hausarbeiten mit einem Förderpreis aus, die im Rahmen des Zweiten Staatsexamens im Fach Sport geschrieben wurden. Die Preisverleihung fand in feierlichem Rahmen in der Sportschule des Westfälischen Turnerbundes statt. Hauptpreisträger des Wettbewerbs ist Dirk Arentzen, der seine Referendarzeit an unserer Schule absolvierte und dort jetzt als Lehrer tätig ist. Alle eingereichten Arbeiten waren zuvor an den Studienseminaren des Landes mit der Note „sehr gut“ bewertet worden und stellen in der Praxis erprobte Konzepte für den Schulsport vor, die Bezüge zu einer guten und gesunden Schul- und Unterrichtsentwicklung aufweisen.

Hauptpreisträger Dirk Arentzen entwickelte ein Konzept zum Umgang mit der neuen Herausforderung für Sportlehrer, dem Gemeinsamen Sportunterricht mit Menschen mit Behinderung. „Chancen und Grenzen inklusive – ein Konzept für die lerngruppengerechte Vermittlung von Sportspielen innerhalb des Gemeinsamen Unterrichts (GU) mit Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern“ lautet das Thema seiner Arbeit. Diese Forderung nach Inklusion ist in Artikel 24 der UN-Konvention verankert. Der Präsident des DSLV, Michael Fahlenbock, betonte, das prämierte Konzept zeige einen Lösungsweg für ein auf schulpolitischer Ebene heiß diskutiertes Thema auf, hinter dem sich vielfältige pädagogische Zielstellungen verbergen, das aber auch alarmierende Umsetzungsprobleme aufdecke.

Das Konzept, wurde im Rahmen des Gemeinsamen Sportunterrichts mit Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern an der Europaschule Langerwehe entwickelt und ist damit ein aus der Praxis entstandener erprobter Weg, um die Inklusionsforderung umzusetzen. Das Konzept ermöglicht über geschickte Struktur und Regeländerungen, dass Rollstuhlfahrerinnen und Fahrer, „Rollis“ genannt, ins Spiel einbezogen werden können ohne dass sich der Spielcharakter sowie technische oder taktische Anforderungen für die Spieler ohne Behinderung ändern. Die notwendigen Abwandlungen erfordern dabei keinerlei Rücksichtnahme der Läufer gegenüber den Rollstuhlfahrern, so dass Spannung und sportlicher Kampfgeist in vollem Maße für alle Beteiligten erhalten bleiben.