Verbot von Plastiktüten, die Meere voll von Plastikmüll und Miniplastikteile im Körper von uns allen – diese Themen beherrschen nicht nur die Medien, sondern auch die Gespräche vieler Menschen. Berücksichtigt man diese thematische Omnipräsenz, so sollte man eigentlich davon ausgehen, dass es auch Auswirkungen auf menschliches Verhalten haben müsste. Mit diesen Gedanken nahmen 2 Schüler des C.L.E.A.N. – Erasmus+– Projektes gemeinsam mit ihrem Lehrer Klaus Dauven an der seit 36 Jahren alljährlich stattfindenden Rurreinigung der beiden Kanuvereine Boich-Thum und Eschweiler teil und wurden eines Besseren belehrt: Schon zu Beginn ihres zugewiesenen Abschnittes zwischen Heimbach und Hausen fanden die Schüler der Europaschule Langerwehe so viel unterschiedlichen Müll, dass sie zu dem Schluss kamen, dass wohl viele die Rur als Müllkippe missbrauchen. Denn wie sonst sollten ein Reisekoffer, ein ausrangiertes Fahrrad oder eine komplette Plastik-Gartenbank in die Rur gelangen – um nur die spektakulärsten Funde zu nennen. Desillusioniert, aber dennoch stolz auf ihre Leistung war das C.L.E.A.N. – Team, das seinem Namen alle Ehre machte, als der gesamte Müll die Pritsche eines LKWs gefüllt hatte und die Rur zumindest zwischen Rursee und Obermaubach wieder sauber war.