Theoretischer Kunstunterricht muss aus vielen, zum großen Teil organisatorischen Gründen im Schulgebäude stattfinden. Dort beschäftigt man sich mit mehr oder weniger gelungenen Reproduktionen von Kunstwerken, die zwar ihren Zweck erfüllen, aber niemals an das Original heranreichen. Deshalb brauchen Schüler und Lehrer in regelmäßigen Abständen, auch wenn der Besuch eines Museums mit etwas Aufwand verbunden ist, den direkten Kontakt zum Kunstwerk. Kurz vor Weihnachten war nun das Max-Ernst-Museum in Brühl an der Reihe.

Max Ernst, dessen Werk seit diesem Jahr Teil der Abitur-Obligatorik ist, war den Schülern des Leistungs- und Projektkurses von Herrn Dauven und Frau Braun schon einigermaßen bekannt, aber die Wirkung der Originale verblüffte sie trotzdem: Eine anderthalbstündige Führung vertiefte die Einblicke in die von Max Ernst erfundenen aleatorischen Techniken Frottage, Grattage und Décalcomanie sehr. Endlich konnte auch das im Unterricht erlernte Wissen angewendet und erweitert werden. Hinzu kam der direkte Kontakt zu vielen, vorher unbekannten plastischen Arbeiten, die das künstlerische Werk von Max Ernst abrunden.

Zufrieden machte sich die große Gruppe dann wieder auf den Rückweg über Köln mit einer Stippvisite im Museum Ludwig – alles in allem ein anstrengender, aber sehr gelungener Tag!

Eindrücke vom Besuch