Aischylos Theater: „Medea“ verbindet Schülerinnen und Schüler aus drei Ländern

Mit viel Engagement und über Ländergrenzen hinweg setzten Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 10, EF und Q1 die griechische Tragödie Medea in Szene. Das Schultheaterprojekt ist eine Kooperation zwischen verschiedenen Schulen aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland.

Über mehrere Monate hinweg trafen sich die Schülerinnen und Schüler zu gemeinsamen Probenwochenenden in Maastricht. Dabei wurden sie abwechselnd von den Lehrkräften Laura Nagelschmidt, Sophia Leesmeister, Michael Ganser, Natalie Heym und Lisa Clusmann begleitet. Bei den Proben arbeiteten sie intensiv an Text, Spiel und Inszenierung unter der Leitung des Regisseurs Sjeng Verheijden und des Koregisseurs Bastian Fischer. Eine besondere Rolle spielte dabei die Mehrsprachigkeit des Ensembles: Die Schülerinnen und Schüler sprachen auf der Bühne in ihren jeweiligen Muttersprachen. So wurde deutlich, dass Theater auch ohne eine gemeinsame Sprache stattfinden kann.

Im Januar fand schließlich die Aufführungswoche statt, die den Höhepunkt des Projekts darstellte. In Form einer Tour spielte das Ensemble an den jeweiligen Schulorten der beteiligten Gruppen. Am 13. Januar wurde Medea bei uns in der Aula aufgeführt und stieß auf große Begeisterung.
Inhaltlich beschäftigt sich Medea mit Verrat, Ausgrenzung und den inneren Konflikten der Titelheldin. Nachdem Jason (Niklas Franken, Q1) sie verlässt, gerät Medea in einen Konflikt zwischen persönlichen Gefühlen und gesellschaftlichen Erwartungen. Eine besondere Bedeutung kam dabei dem Chor zu, an dem auch mehrere Schülerinnen der Europaschule Langerwehe (Nina Cremer, 10; Mary Bündgens, 10; Sarah Esser, EF) teilnahmen. Der Chor kommentierte das Geschehen und begleitete Medeas Entwicklung. Musikalisch wurde das Stück von einem Live-Orchester begleitet, das ebenfalls aus Schülerinnen und Schülern bestand.

Am Ende stand nicht nur eine erfolgreiche Aufführungsreihe, sondern auch die Erfahrung des gemeinsamen Schauspielens. Bereits jetzt blicken die beteiligten Schulen auf das nächste internationale Theaterprojekt, das an den Erfolg von Medea anknüpft.